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Konken und Jörges trafen Knüwer und Don Alphonso

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Björn Sievers (Focus Online), Michael Konken (DJV), Hans-Ulrich Jörges (stern), Prof. Wolfgang Donsbach (Universität Dresden), Alexander Fritsch, Michaela May (N24), Thomas Knüwer (Handelsblatt), Don Alphonso

Von dieser Podiumsdiskussion „Regeln oder Anarchie- Journalismus im www“ beim Deutschen Journalisten-Verband hatte ich mir mehr versprochen. Nach den pauschalen verbalen Angriffen von Michael Konken (DJV) auf die bösen „Blogger“ hatte ich mir einen sachlichen Meinungsaustausch zwischen den sogenannten „Etablierten“, den bei Ihnen angestellten unterbezahlten Online-Journalisten, bloggenden freien Journalisten und der Creme de la Creme der deutschen Blogger gewünscht. Immerhin waren Thomas Knüwer und Don Alphonso angereist. Statt dessen wiederholte Hans-Ulrich Jörges vom „Stern“ gebetsmühlenartig, dass er nicht über Blogger sprechen wolle, sondern über Online-Journalismus, der ein „Reich der Freiheit“ sei. Blogs könnten machen was sie wollen, aber in den Foren der Etablierten müsse die namentliche Kennzeichnung der Kommentatoren zur Pflicht gemacht werden.

Björn Sievers Michael Konken Hans-Ulrich JörgesEs folgten ellenlange Traktate, ob denn nun für Onlinejournalisten der Codex des Deutschen Presserats verbindlich gelten solle oder vielleicht sowieso schon gälte. Thomas Knüwer vom Handelsblatt twitterte zwischendurch und berichtete vom gerade ausgefallenen Videostream. Eine richtige Diskussion kam überhaupt nicht zustande. Michael Konken zitierte das „Blog der Süddeutschen“, während Don Alphonso ihm erklärte, dass die Süddeutsche gar kein Blog hat. Dann war da noch Professor Donsbach aus Dresden, der die Blogger in bloggende Journalisten und solche mit einem journalistischen Anspruch aufteilte. Die dritte Gruppe seiner erschöpfenden Klassenteilung bestünde dann aus den Schreibern von Poesiealben im Netz. Michaela May von N24, die auch schon seit einem Jahr blogt (wow), klärte uns darüber auf, dass bei ihr die Kommentatoren Autoren genannt werden. Ständig nannte sie es „DER“ Blog, sprach von „wir löschen auch schon mal einen Blog“ und „schreiben an jedem Werktag mindestens einen Blog“. Sie meinte vermutlich aber nicht Blogs, sondern Postings. Dann erklärte Björn Sievers (focus online) anhand eines leeren Blattes Papier, was überhaupt ein Blog ist.

Auf diesem Niveau ging es weiter. Ihr habt nichts verpasst. Ich allerdings meinen Zug nach Hause, weshalb ich erst so spät hier blogge.

Mein Fazit: Ich würde den Herren Konkes, Jörges und Donsbach raten, mal selbst zu bloggen. Dann könnte man sich solche Diskussion künftig sparen.

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17 Kommentare

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