Blog-Trainer

WordPress-Seminare seit 2006

Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog?

| 18.190 mal gelesen |

pit-stopDie Vorteile von Business-Blogs gegenüber „normalen“ Unternehmens-Websites sind bekannt.
Wenn Sie die Neuen Regeln für Marketing und PR anwenden, wenn Sie aktiv Inbound-Marketing machen, ist das Business-Blog das Herzstück Ihrer Content-gesteuerten Website.

Doch was kostet ein Blog?

„Blogs sind doch kostenlos, oder?“
Ein häufiger aber vermeidbarer Fehler beim Start eines Corporate Blogs ist es, einen Account bei einer der unzähligen „kostenlosen“ oder „preiswerten“ Communitys wie blogger.com, wordpress.com, typepad.com anzulegen. Es gibt nur ganz wenige Beispiele aus der Anfangszeit des Bloggens, die dies nachhaltig erfolgreich praktiziert haben. Und selbst diesen Kollegen würde ich heute raten, auf ein selbst gehostetes Blog umzusteigen.

Was kostet ein eigenes WordPress-Blog?

WordPress ist ein Open-Source-Blogsystem. Sie dürfen es auch für geschäftliche Websites gebührenfrei nutzen. Mehr als 70% aller Business-Blogs weltweit laufen unter WordPress.
Wenn Sie einen auf WordPress-Hosting spezialisierten Hoster nutzen, sind Sie nach wenigen Stunden mit einer eigenen(!) Domain arbeitsfähig. Meine Blogs und die Blogs vieler Kunden laufen bei Avidesign WordPress Hosting. AviDesign wurde gerade von der Zeitschrift PC-Welt als spezialisierter WP-Hoster empfohlen. Das WordPress-Hosting kostet dort 8 Euro pro Monat, für einmalig 19 Euro Einrichtungsgebühr bekommt man ein komplettes vorinstalliertes WP-Paket mit zahlreichen wichtigen Plugins und ausgesucht guten WP-Themes. FTP-Zugang und voller Zugriff auf htaccess sind selbstverständlich. Prominenter Kunde bei AviDesign ist übrigens seit kurzem das Steinmeier-FanBlog „Steinmeier wird Kanzler“.

pit-stop

WordPress ist nur der Motor Ihres Blogs
WordPress ist der Motor Ihres neuen Blog-Autos. Mit zahlreichen Plugins bildet WordPress den Unterbau Ihres Blogs, das Fahrgestell sozusagen.
Was Ihnen zu einem erfolgreichen Business-Blog fehlt, sind ein Fahrtziel, ein Fahrer mit Führerschein, eine schicke Karosserie, ein voller Tank und eine gute Werkstatt! Keinen dieser Punkte dürfen Sie bei der Kostenkalkulation für Ihr Corporate Blog vernachlässigen, wenn Sie vorankommen wollen.

  • Fahrtziel – Weshalb wollen Sie geschäftlich bloggen? Wohin soll es gehen? Wollen Sie mit dem Blog direkt oder indirekt Geld verdienen? Wollen Sie schnelle Aufmerksamkeit oder sich mittelfristig als Vordenker Ihrer Branche profilieren? Wollen Sie Leser anziehen, um zusätzliche Besucher und Käufer für die Produkte Ihres Online-Shops zu gewinnen? Jedes dieser Ziele erfordert es, andere Wege zu beschreiten.
    Natürlich können Sie auch ohne Ziel sofort losbloggen oder losfahren. Das wird auf jeden Fall teurer als eine gute „Roadmap“ (Ihr Blog-Konzept), die Sie als Ergebnis einer Blog-Beratung erhalten.
    einzuplanende Kosten: 1.800 bis 4.500 € je nach Anbieter
  • Fahrer – Sie wollen selbst fahren? Gut so! Ich bin ohnehin der Meinung, dass man Bloggen ganz schlecht delegieren kann. Ein Blog zu schreiben funktioniert aber völlig anders, als das Schreiben eines Werbeprospektes oder einer klassischen Website.
    Bloggen ist Inbound-Marketing nach den Neuen Marketing- und PR-Regeln. Selbst gestandene Marketing-und PR-Profis brauchen eine Weile für den „Umstieg“ auf den neuen Wagen. Planen Sie die Ausbildungskosten zur Erlangung der typischen „Blogging Skills“ unbedingt ein.
    einzuplanende Kosten: einmalig 595 € pro Person
  • Karosserie – Es gibt tausende gute WordPress-Vorlagen kostenlos im Web. Es gibt sehr gute Premium-Themes für unter 100 Euro.  In beiden Fällen sieht Ihr Blog aus, wie hundertausende, zehntausende oder zumindest tausende weltweit. Wenn Sie Ihr individuelles Design wollen, engagieren Sie einen auf WordPress spezialisierten Web-Designer. Aber Achtung! Funktionelle WordPress-Designs werden anders entworfen als alte Websites. Wenn für Ihren Designer Photoshop das wichtigste Entwurfswerkzeug ist, sind Sie womöglich beim falschen gelandet.
    einzuplanende Kosten: einmalig 1.200 bis 3.000 € je nach Komplexität
  • Voller Tank – Die wichtigste Besucherquelle für ein Business-Blog ist Ihr Fleiß! Sie brauchen Ideen, Kreativität, spannende Geschichten. Business Blogs brauchen regelmäßig Futter. Wer schreibt, der bleibt. Wer mit leerem Tank in der Nordkurve liegenbleibt, kann kein Rennen um einen Grand Prix gewinnen. Planen Sie also Ihre Zeit und die Zeit Ihrer bloggenden Mitarbeiter als wichtigsten Budgetpunkt ein.
    einzuplanende Kosten: 5 Stunden Arbeitszeit pro Woche bei täglichen Postings
  • Gute Werkstatt – Blogger „schrauben“ ständig an ihren Blogs. Da geht es um neue Plug-Ins, Verbesserungen der Struktur, optimales Tagging. Suchmaschinenoptimierung ist auch für Blogs ein wichtiger Erfolgspunkt. Wenn Sie beim Boxenstopp alles allein machen wollen, verschenken Sie womöglich viel Zeit im Rennen um die Gunst der Kunden. Planen Sie also im Budget auch einen Wartungsvertrag mit einem WordPress-Professional ein. Und lassen Sie sich von ihm zeigen, bei welchen Suchbegriffen seine Blogs gut ranken.
    einzuplanende Kosten: 3 Stunden monatlich für Wartung,
    ab 3 Stunden monatlich für SEO

Photo Credit: Sidehike/Flickr

Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog? auf Facebook teilen
Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog? auf Twitter teilen
Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog? auf Google Plus teilen
Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog? auf Xing teilen
Was kostet eigentlich ein Blog? Wieviel kostet ein Business-Blog? auf LinkedIn teilen

Das könnte Sie auch interessieren:

11 Kommentare

  1. Hallo Karl-Heinz,

    die Preisangaben finde ich stellenweise etwas „gewagt“. Für die Erstellung eines individuellen WordPress Themes 1.200 bis 3.000 EUR anzusetzen sogar kritisch. Solche Preise können eigentlich nie die Realität reflektieren, da dazu alle Details bekannt sein müssen.

    Was war die Ausgangsbasis für diese Preisspanne?

    Man kann sicher ein (relativ) individuelles Theme für 1.000 EUR „bauen“, wenn man etwas vorhandenes nur anpassen muss. Will der Kunde etwas komplett Neues, dann können es auch schnell 10.000 EUR werden (oder mehr…oder eben weniger…je nachdem).

    Ich halte soche pauschalen Preisangaben immer für gefährlich und wenig hilfreich.

  2. Das mit dem Preis stimmt. es ist oftmals viel teurer als 1.200 bis 3.000.
    Es sei denn man macht sich selbst schlau und gestaltet den Blog selbst.

  3. Also wenn jemand mehr als 3000 EUR für ein WP-Template nimmt, muss er aus meiner Sicht darauf hin entwickeln, einen internationalen Award zu gewinnen. Ansonsten ist das einfach Quatsch und in keinster Weise gerechtfertigt. Es sein denn man erstellt die Informationsarchitektur, aber selbst dann sind Zahlen oberhalb von 6TE sehr gewagt. Wer artisteer- oder divine-templates für mehr als 1500 EUR verkauft sollte mehrere Stunden nackt um den Ständer gehauen weden, im Falle artisteer eigentlich schon ab 400 EUR

  4. Das Wichtigste ist wohl wirklich der content. Bis man seinen Stil gefunden hat und im Schreiben „drin“ ist, benötigt man mehr als eine Stunde am Tag. Wer unique content bringen will, braucht auch schnell etwas mehr Zeit, wenn man Recherche etc einrechnet.

    Andererseit gewinnt man für sich selbst auch dabei schon etwas: das Formulieren für den Blog zwingt, die Sachen wirklich auf den Punkt zu bringen!

  5. Also für ein gute WP Template würde ich bis zu €1000 ausgeben. Ein höheren Preis dann nur wenn diese exzellent wäre. Daher finde die Preisangaben doch ein wenig gewagt.

  6. Ich muss Michael recht geben, die Kosten des Blogs ergeben sich insbesondere aus der Arbeitszeit für das Schreiben der Beiträge. Gute Beiträge kosten viel Zeit, denn sie sollen einzigartig sein, also sonst nirgendwo im Internet stehen. Und die Summe der Beiträge müssen themenrelevant immer wieder neue Aspekte zur gewählten Nische bringen. Ob da ein Tag in der Woche reicht?

    Wenn mir ein Tag durch andere Tätigkeiten 200 Euro Umsatz bringt, dann kostet mich ein Blog also mindestens 10.000 Euro im Jahr. Es sei denn, mit den Beiträgen schaffe ich langfristig neuen Umsatz. Davon träumen viele Blogger, relativ wenige scheinen es aber zu schaffen. Oder sehe ich das falsch?

  7. Pingback: Umfrage: Wie teuer ist (war) Ihr WordPress-Theme? - Von Karl-Heinz Wenzlaff

  8. Die Angabe von im Mittel 1500,00 für ein gutes Template ist völlig ok. Wer deutlich günstiger handgestrickte Templates für WP anbietet muss mit Sicherheit nicht davon leben.

    Weniger verstehe ich diese Aussage: „Wenn für Ihren Designer Photoshop das wichtigste Entwurfswerkzeug ist, sind Sie womöglich beim falschen gelandet.“ Für das Layout ist PS nun mal neben Fireworks das wichtigste Werkzeug. Gut man kann auch scribbeln aber ob das den Kunden immer so umhaut?

  9. Eine pauschale Aussage über den Preis für ein (individuelles) WP Theme zu treffen ist so ähnlich, wie zu sagen: „Ein Auto kostet 30.000 Euro“. Es mag stimmen, es kann zuviel sein oder eben zuwenig.

    Man stelle sich vor, der Kunde benötigt ein extrem aufwändiges Theme mit zig unterschiedlichen Seitentemplates etc. Das Design muss vollständig neu entworfen werden (also nicht nur massives Anpassen von Existierendem) und der Kunde hat während der Entwicklungsphase immer wieder Zusätzliche Anforderungen (was nun mal passieren kann).

    Dann kann das schon mal anständig ins Geld gehen.

    Wobei ich nicht sage, dass es immer (so) teuer sein muss. Keineswegs. Es kommt eben nur auf die Anforderungen und den Aufwand an. Und deshalb finde ich solche pauschalen Preisangaben gefährlich. Sowas muss (wenn man es seriös machen will) individuell geprüft und kalkuliert werden.

    Wenn ein „Webdesigner“ für ein bestehendes Theme, bei dem er ein paar Farben und ein Logo geändert hat, 1.000 EUR verlangt, dann gehört er tatsächlich der Inquisition überstellt. Aber das war ja auch nicht das, was ich mit „individuellem Theme“ meinte.

  10. Ein altes Sprichwort sagt: „Was nichts kostet, ist nichts wert“. Für den Unbedarften wird das immer so sein. Deshalb sollten sich Dienstleister aus dem Weblog-Bereich nicht zum billigen Jakob machen. Auch wenn WordPress kostenlos ist und Themes frei verfügbar sind, die Bedarf angepasst werden können.

    Es gibt genügend Webentwickler, die den Unternehmen für viel Geld Websites verkaufen, die „nichts bringen“. Und genau hier liegt der Qualitätsunterschied.

  11. Die ganze Bloggeschichte wird völlig unterschätzt. Regelmäßig guten Conten zu bringen braucht jede Menge Recherche im Hintergrund und ist daher sehr Zeitaufwendig. Dann müssen auch noch Kommentare beantwortet werden, oft kommen auch noch Email… Dies alles ist sehr wichtig und frisst viel Zeit und kann auch mal erfordern, dass man am Wochenende aktiv ist.