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Robert Scoble und Robert Basic: Gipfeltreffen auf der IFA in Berlin

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Robert Basic, Robert Scoble, Thomas Knüwer

Gipfeltreffen der Blogosphäre, zumindest aus deutscher Sicht: Robert Scoble und Robert Basic trafen sich heute morgen in Berlin bei einer Podiumsdiskussion „Blogging in Deutschland und Amerika: Was können deutsche Blogger von ihren amerikanischen Kollegen lernen? – wenn sie nur wollen…“. Mit von der Partie waren Thomas Knüwer, Harry McCracken, Blogger seit 1998, Larry Magid (CBS News) und Steve Wildstrom (Business Week).

Das Panel begann mit einer Keynote von Robert Scoble, der Friendfeed und Twitter in den höchsten Tönen lobte und auch gleich anhand der Twitter-Real-Time-Suche (kannte ich noch garnicht, obwohl ich seit Monaten twittere) demonstrierte, wie das Life-Netz funktioniert. Und siehe da: Auf dem Display war ein aktuelles Tweet von Timo Heuer cool @scobleizer @robgreen @tknuewer in a panel #ifa http://twitpic.com/9k5h, und auch Tweets von anderen Bloggern aus dem Saal (Don Dahlmann, Andreas Schepers). Robert Scoble führte aus, dass er keinen Nachrichten im Internet traue, die älter als 24 Stunden sind, aber den Nachrichten seiner Twitter-Follower, von denen er 33.000 hat, oder den Informationen seiner Kontakte in Friendfeed.

Die anschliessende Diskussion verlief recht zäh und von Dave Graveline – einem Radioreporter – recht langweilig moderiert. Thomas Knüwer versuchte den Amerikanern zu erklären, wie die deutsche Blogosphäre segmentiert ist, was diese aber nicht recht interessierte. Die Amerikaner ritten mehrheitlich auf dem Unterschied zwischen klassischen Medien und Blogs herum, auf den Geschwindigkeitsvorteilen usw. Das hatte aber jeder im Saal auch schon mal gehört. Der Moderator fragte, ob man denn in Deutschland mit Blogs Geld mache. Thomas Knüwer wich aus, redete von nicht vorhandener Werbung auf seinen Blogs und davon, dass es ihm als Journalisten vor allem um Reputation und das Feedback seiner Leser ginge. So plätscherte die Diskussion leider vor sich hin. Ich hätte es besser gefunden, wenn jemand moderiert hätte, der die amerikanische und die deutsche Blogosphäre kennt. Ich glaube, dass auch Robert Scoble so dachte, denn er fragte irgendwann, wo denn Nicole Simon eigentlich sei.

Fazit: Gipfeltreffen mit besten Ambitionen, zu viele Journalisten, zu wenig Blogger. Und den Interessanteren wie Robert Basic und Harry McCracken hat man kaum einmal das Wort überlassen.

Dave Graveline, Robert Scoble, Thomas Knüwer, Robert Basic, Harry McCracken

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5 Kommentare

  1. Danke für die knackige Zusammenfassung. Spannende Diskussionen lassen sich nur schwer künstlich erzeugen, sie finden statt wenn die Rahmenbedingungen stimmen…oder eben nicht.

    Da bin ich ja froh, dass ich kein Video von der Veranstaltung gefunden habe, wäre wohl rausgeworfene Zeit. Da lob ich Panels wo es etwas mehr abgeht, die haben wenigstens noch Unterhaltungswert, wie z.B. auf der Republica 08…

  2. Pingback: “Bloggen heißt kommunizieren”

  3. @Gabriel: In der Tat war die Diskussion auf der re:publica spannender, danke noch mal für den Link.

    @Steffen: Gern geschehen! Das Interview ist viel besser, als ich zunächst glaubte. Manchmal täuscht wohl die eigene Stimme im Ohr 🙂

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