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Sueddeutsche.de auf Kriegsfuß mit Suchmaschinen

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Die Onlineausgabe der Süddeutschen Zeitung gehört aus Suchmaschinensicht bekanntlich zu den schlecht gemachten digitalen Bleiwüsten in Deutschland. Keyword-Stuffing, veraltete Tabellenkonstrukte, überlange Meta-Descriptions, 596(!) XHTML-Fehler auf der Startseite, noch nicht einmal ein Language-Tag ist vorhanden. Webhandwerklich ist diese Seite wohl nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Dennoch fordert Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs jetzt eine SEO-Konvention gegen „Manipulationen“, wie in der jüngsten „Horizont“ nachzulesen ist.

„mein gott und meine welt“ hat einige typische SEO-Anfängerfehler der „Süddeutschen“ zusammengetragen. Auch drüben bei Onlinejournalismus.de werden Jacobs Äusserungen kräftig diskutiert.

Was lehrt uns das? Beim nächsten Relaunch Ihrer Website sollten Sie sich auch mit der aktuellen Entwicklung der Suchmaschinenoptimierung befassen. Arroganz oder Ignoranz ist hierbei völlig fehl am Platz, es sei denn, Sie möchten wie die „Süddeutsche“ auf rund ein Drittel möglicher Leser verzichten. Die Süddeutsche hat nach eigenen Angaben 15 bis 20 Prozent Leser durch Suchmaschinen, bei erfolgreichen Nachrichtenportalen sind es deutlich über 50 Prozent.

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3 Kommentare

  1. Interessante Geschichte, die mal wieder deutlich macht, wie schwer sich die klassischen Medien IMMER noch mit dem Internet tun. Erst haben sie alles verschlafen und jetzt machen sie Fehler – ohne dabei von denen zu lernen, die schon jahrelang erfolgreich im Netz sind. Schade!

  2. Am Alter kann die mangelnde Erfahrung der Süddeutschen nicht liegen. Laut Way-back-maschine ist man mindestens seit Dezember 1996 online. Das Layout damals stammte aus 1995. Man war in München also zeitig zu Gange.

    Mir kommt es eher so vor, als ob Hans-Jürgen Jakobs, als er 2001 vom Spiegel nach München kam, glaubte, dass das Internet nun fertig sei und nichts Neues mehr käme. So jedenfalls sieht die Seite aus.

  3. Wir schreiben das Jahr 2008 und es scheint, dass einige Medienmacher des druckenden Gewerbes immer von nicht verstanden haben, dass die „neuen Medien“ anders ticken als das bedruckte Papier… Interessant, solche Geschichten zu lesen, interessant immer noch das Gefühl dabei zu haben, es werde vom „hohen Ross“ begutachtet, interessant, interessant…