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Spam und Blogs im Hamburger Wahlkampf

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Die Wahl zur Hamburger Bürgerschaft ist vorüber. Wie immer sehen sich fast alle Parteien als Gewinner, nur die FDP kann diesmal nicht in diese Trompete blasen. Sie hat im Wahlkampf vor allem dadurch von sich reden gemacht, dass sie einen gefaketen „Niklas Sörensen“ in Blogs herumspammen liess, um auf ein virales Video des Kandidaten Hinnerk Fock hinzuweisen. Letzendlich kassierte die Hamburger FDP dafür eine Abmahnung – so kann Onlinemarketing nach hinten losgehen, wenn man schlecht beraten ist.

Im Hamburger Wahlkampf konnte man aber auch positive Web 2.0-Beispiele ausmachen, wie das Blog des Bürgerschaftsmitgliedes Michael Neumann (SPD), nicht zu verwechseln mit dem Hamburger SPD-Spitzenkandidaten Michael Naumann. Der 37-jährige Neumann gilt als ein Hoffnungsträger der Hamburger Sozis. Mit seinem Blog begleitete er den SPD-Wahlkampf, nicht nur in seinem Hamburger Ortsteil Horn, lieferte interessante Blicke hinter die Kulissen und verschaffte seiner Kandidatur einen nicht zu unterschätzenden Sympathiebonus.

Ich bin sehr gespannt, welche Rolle Blogs künftig in deutschen Wahlkämpfen spielen werden. Gerade auf Kommunal- und Landesebene ist das Potential bisher praktisch ungenutzt.

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4 Kommentare

  1. Hallo Stefan, danke für den Hinweis! Habe gerade mal einen Blick auf http://www.lars-oberg.de geworfen. So richtig ein Blog ist das aber nicht, oder? Ich finde keine Kommentarfunktion. Hab ich was übersehen?

    Viele Grüße,
    Karl-Heinz

  2. Ich bin zwar nicht Anhänger der SPD, aber in Berlin Schöneberg ist mir im Zusammenhang mit dem Neubau des S-Bahnhof Julius-Leber Brücke, das Weblog von Lars Oberg aufgefallen.

    Er berichtet aktuell aus seinem Wahlkreis und man hat den Eindruck dass er sein Weblog auch selbst pflegt und nicht etwa irgendwelche Marketingheinis aus der Partei.

    Solche Polit-Blogs, egal welcher Partei, sollte es mehr geben, denn sie tragen durch ihre kommunale Themenrelevanz in erheblichem Maße zur Meinungsbildung bei.

    Wann hatten Politiker in solch kleinen Wahlkreisen jemals solch eine Möglichkeit?

  3. Das ist zwar eine poppige Seite, auf der ich alles bookmarken kann, aber ein Blog ist das nicht. Eigentlich schade, denn in seinem Gästebuch ist gar nicht so wenig los. Da wäre es nur noch ein kleiner Schritt zum Blog.

  4. Ja, zugegebener Maßen sieht es für die Profiblogger nicht nach einer bekannten Blogsoftware aus. Mir scheint es aber so, als wenn es sich hier um ein CMS mit einer Art „Blog-Anwendung“ handelt, besonders im Bereich „Aus dem Wahlkreis“. Ein aktuelles RSS Feed wird jedenfalls publiziert.

    Vielleicht hat ja die Berliner SPD auch ihr eigenes System (CMS) geschaffen.

    Auf jeden Fall kann man sich via RSS immer aktuell aus dem Wahlkreis Schöneberg von Lars Oberg informieren lassen.