Blog-Trainer

WordPress-Seminare seit 2006

„Corporate Blog Council“ mit SAP, Coca-Cola, Nokia, General Motors und Microsoft

| 4.142 mal gelesen |

blog-council.jpgWährend hier in Europa – besonders in Deutschland – Unternehmensblogs noch längst kein Massenphänomen sind, geht in Übersee eine starke Differenzierung innerhalb der Corporate Blogs mit einer Institutionalisierung einher. So bildete sich am 6.12.2007 in Chicago ein exklusiver Club mit dem Namen „Corporate Blog Council“. Gründungsmitglieder sind AccuQuote, Cisco Systems, The Coca-Cola Company, Dell, Gemstar-TV Guide, General Motors, Kaiser Permanente, Microsoft, Nokia, SAP und Wells Fargo. Mit SAP ist auch ein deutsches Unternehmen dabei, von dem wir wissen, dass Bloggen auf der Chefetage inzwischen zu den Schlüsselqualifikationen gehört.

Das „Council“ begründet sich aus der Überzeugung, dass Unternehmensblogs großer Unternehmen völlig anderen Aufgaben gegenüberstehen als andere Business Blogs. Dazu gehört, „für ein Unternehmen zu sprechen, aber nicht wie ein Unternehmen zu klingen“ und die Notwendigkeit, die sich oft widersprechenden Regeln der Unternehmenskommunikation mit der Blog-Etikette unter einen Hut zu bekommen.

Themenfelder des Club sind unter anderem:

  • Erarbeitung besipielhafter „Corporate Blog Policies“
  • Mehrsprachige Blogs für globale Marken
  • Wechselwirkung mit privaten Blogs von Mitarbeitern
  • Umgang mit externen Bloggern, die über die Marke und das Unternehmen bloggen
  • Krisenmangement mit Corporate Blogs

Etwas befremdlich mutet es an, dass das „Council“ selbst nicht zu bloggen gedenkt. Kritik an der Exklusivität des Clubs kommt aus vielen Teilen der Blogosphäre, exemplarisch hier bei Techcrunch „The Blog Council: Bad Or Inspired Idea?“

Günder des „Councils“, das kleine Unternehmen explizit vor die Tür stellt, sind im Übrigen zwei „Veteranen der Mundpropaganda“, Andy Sernovitz und Michael Rubin, die ein Beratungsunternehmen für virales Marketing in Chicago betreiben.

via Medienrauschen und PR-Kloster


Das könnte Sie auch interessieren:

2 Kommentare

  1. Besonders gespannt bin ich darauf, was dem Council zum Punkt „Umgang mit externen Bloggern, die über die Marke und das Unternehmen bloggen“ in Verbindung mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung einfällt.

  2. ERPSCOUT, genau das war auch mein erster Gedanke, als ich das gerade hier gelesen habe. Vor allem interessant dürfte aber auch die Frage sein, wie man mit den privaten Blogs eigener Mitarbeiter umzugehen hat, denn da sehe ich eigentlich noch viel größeres Konfliktpotential. Das Bloggen als Schlüsselqualifikation anzusehen, halte ich allerdings schon für sehr drastisch. Kenntnisse über die Blogosphäre sind hingegen absolut notwendig. Doch was nützt den Corporate Bloggern all ihr Wissen, wenn sie dann an der Börse in solche Turbulenzen geraten wie SAP gerade?