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Web 2.0 Expo Berlin – kurzes Fazit

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Heute schliesst die Web 2.0 Expo Berlin ihre Pforten. Einer der beiden Veranstalter war Tim O’Reillys Verlag, und so mußte man sich nicht wundern, dass die Keynotes hauptsächlich der Vermarktung des Verlagsprogrammes dienten. O’Reillys Starautoren bekamen halbstündige Slots zur Vorstellung ihrer Neuerscheinungen. Ob es dem Neugeschäft des Verlages dienen wird, scheint mir zweifelhaft.

Die Konferenz startete am Montag mit dreistündigen „Workshops“, die keine Workshops waren, da die Interaktion mit den Teilnehmern oft nicht einmal versucht wurde. Seit Dienstag läuft die Konferenz in fünf Tracks, zwischen denen die Entscheidung oft schwer fällt. Sicherlich soll eine Konferenz auch neue Interessenten für altbekannte Themen begeistern. Deshalb muß man aber nicht bei jedem Thema mit dem Urknall anfangen – da sind 50 Minuten schnell vorbei. So blieb bei vielen Vorträgen keine Zeit für eine Diskussion, zumal die Moderatoren (mit Ausnahmen) überfordert waren oder selbstverliebt daher kamen und die „Panelisten“ nicht ans Mikro liessen.

Für viele Kommentatoren waren aber offenbar die Dekoration der Berliner Messehallen oder die kulinarischen Begleitumstände wichtiger als der Inhalt des Kongresses. Nachzulesen zum Beispiel beim Hauptstadtblog, bei Netzpolitik oder bei Thomas Knüwer.

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Web 2.0 Expo Floor: Teilnehmer aus aller Welt verzehren Berliner Lunch-Pakete aus weißen Tüten

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5 Kommentare

  1. Wie ich es schon im Hauptstadtblog kommentierte, man muss heute nicht alles mitmachen was auf 2.0 endet. Leider ist es so, dass alles was nach der großen Blase erfunden, neu entwickelt wird und zu dem noch anwenderfreundlich ist das Anhängsel Web2.0 bekommt. Ich war zum Glück nicht da und bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht dass mein Lieblingsverlag Oreilly so’n inhaltsloses Ding hier in Berlin, wo das Publikum besonders kritisch ist, abzieht.

    Ich meine alles was dort auf der Messe scheinbar gesagt wurde kann man doch sowieso schon in Oreilly Büchern nachlesen. Wozu dann das ganze?

    Tim Oreilly ist eben kein Steve Jobs und Web2.0 ist eben nicht Apple und AJAX ist kein iPhone 🙂

    Welches Programm hast du mitgemacht Kalle? Das volle 3 Tage Programm?

  2. Ich verstehe die Preisliste nicht. Man bezahlt 20 Euro für einen Tag, also 80 Euro insgesamt, aber 900-1300 Euro für die Teilnahme mit Workshops? Waren das die Workshops, über die Du geschrieben hast?

  3. Die 20 Euro bezogen sich auf die Messe, die den Kongress begleitete. Auch die Keynote-Sessions waren in diesem Preis inbegriffen.

    Die Workshops und der eigentliche Kongress (und das „famose Lunchpaket“, von dem andere Blogs berichtet haben) fanden in einem anderen Gebäudeteil statt. Dort war der Preis dann worst case vierstellig.

  4. @Stefan: 4 Tage. Hat sich alles in allem aber wegen der vielen Kontakte doch gelohnt. Werde hier in den nächsten Tagen aber auch noch einige der Vorträge Revue passieren lassen. Gab auch sehr gute Diskussionen dort.

  5. Pingback: Web-2.0-Seminare in Berlin und Potsdam - BlogTrainer [Business-Blogs]