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Das WordPress-Buch von Frank Bültge und Thomas Boley

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Frank Bültge, neben Vladimir Simovic der wohl bekannteste deutsche WordPress-Buchautor, hat gemeinsam mit Thomas Boley sein neues WordPress-Buch mit dem Untertitel “Vom Blog zum Content-Management-System” vorgelegt. Bültges und Boleys gemeinsames Buch ist der Nachfolger von Franks WordPress. Weblogs einrichten und administrieren, das damit aufs Altenteil geschickt wird.

Auf den ersten Blick fällt der gewachsene Umfang des Werkes auf. Aus 200 wurden 375 Seiten. Rechtfertigt das auch den Preis, der von 19,90 € auf 34,90 € gestiegen ist?

Das neue Buch ist weit mehr als eine Neuauflage von Bültges Standardwerk aus dem Jahr 2007. Die Kapitel zu Installation und Wartung, Administration und Optimierung sind auf dem aktuellen Stand von WordPress 2.8. Neu hinzugekommen sind Abschnitte zur WordPress-Sicherheit und WordPress MU, das für den parallelen Betrieb mehrerer WordPress-Instanzen unter gemeinsamer Administration eingesetzt wird.

Frank Bültge, fleißiger und in der deutschen WordPress-Gemeinde geschätzter Plugin-Autor, hat dem Buch zwei sehr instruktive Kapitel hinzugefügt, die für künftige Theme- und Plugin-Entwickler reichlich Lehrstoff bieten. Ein Abschnitt zur Anbindung von Webshops (Beispiel Magento) macht das Buch für Online-Händler zusätzlich interessant. Über 70 Seiten Anhang mit der Beschreibung zahlreicher Tools für WordPress-Entwickler und eine ausführliche Referenz der WordPress Template Tags machen das neue Standardwerk rund.

Gibt es keine Kritik? Doch. Ich hätte dem Buch an einigen Stellen ein aufmerksameres Lektorat gewünscht. So finden sich im Text durchaus Redundanzen. Auch einige Links, die aus dem Vorgängerwerk übernommen wurden, hätten den Zusatz „Nicht mehr erreichbar” verdient.

Fazit: Alles in allem ist Das WordPress-Buch: Vom Blog zum Content-Management-System ein gelungenes Werk, das WordPress-Entwickler und Webworker sicher mit zahlreichen Kaffeeflecken zieren werden. Klare Kaufempfehlung.

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Autor: Karl-Heinz Wenzlaff

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6 Kommentare

  1. Das Lektorat von vielen EDV-Büchern lässt übrigens zu wünschen übrig, ich habe auch einige Exemplare von Galileo oder Hanser, die allesamt “zu viele” Fehler beinhalten. Schade… – ich wäre sofort dabei, wenn mr jemand eine Lektorats-Stelle anbieten würde.

  2. Ich mag Bücher wirklich sehr. Aber bei den EDV-Büchern tue ich mich äußerst schwer. Ich kaufe immer nur eins, wenn es unbedingt sein muss, weil ich dringend ein Wissendefizit beseitigen muss.

    Gerade die Bücher zur Anwendersoftware – ich lese gerade eins davon – machen auf mich oft einen sehr oberflächlichen Eindruck. Dazu zählen seitenweise Screenshots, deren Texte im Buch nur mit Lupe lesbar sind. Inhaltlich wird es vielfach nicht auf den Punkt gebracht, so dass man sich ohne Google und Web das wirkliche Wissen nicht erschließen kann. An den oft mangelhaften Schreibstil in Denglisch habe ich mich dabei schon gewöhnt.

    Aber ohnehin schätze ich, dass EDV-Bücher eine Halbwertszeit von 12 Monate nicht überschreiten.

  3. Vielen Dank für die Rezension!

    Ich denke, dass gerade weil die leser schon mit der Einstellung einer Halbwertszeit von 12 Monaten in ein Fachbuch steigen, ist der Aufwand immer vielschichtig zu bewerten. Lohnt es jedes Detail zu erklären oder überholt einen die Aktualisierung der Software. Wir haben versucht, so unabhängig wie möglich von der Version zu bleiben und ich bin überzeugt, dass man vieles, wenn nicht alles, auch in zukünftigen Versionen von WordPress nutzen kann.

  4. @Wolfgang Krauß: Zugegeben, auch Frank Bültges Bücher sind sehr technisch und vor allem für Entwickler und solche, die es werden wollen, gedacht. Wohltuend empfinde ich, dass seine Bücher eben kaum Screenshots enthalten.

    Für Blog-Einsteiger auf der einen, Blog-Marketer auf der anderen Seite gibt es inzwischen zahlreiche andere gute Bücher. In meinem Store habe ich meine Empfehlungen zusammengestellt. Richtig gut für Einsteiger finde ich z.B. das Buch von Gabriele Frankemölle, das leider zur Zeit vergriffen ist. Ich warte auf die Neuauflage bzw. auf das angekündigte “Starterpaket”. Allerdings werde ich da wohl den Preis für meine WordPress-Seminare erhöhen müssen, denn das kostet 39,95. Sobald ich es in der Hand habe, werde ich es hier besprechen.

  5. @Frank: Gern geschehen. Leider ein bißchen verspätet, da Trainer auch Sommerferien machen. Gruß nach Jena!

  6. Es ist nie zu spät dafür und die Ferien müssen sein, irgendwo muss man ja Kraft schöpfen.