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99 Blog-Tipps (2): Finger weg von Google Adsense!

| 23.302 mal gelesen |

google-adsenseViele private und professionelle Blogger versuchen, mit Google Adsense ihr Taschengeld aufzubessern oder die Serverkosten wieder herein zu bekommen. Adsense ist kontenxtsensitive Werbung, die von Google-Werbekunden auf Ihrem Blog geschaltet wird. Sie bieten also Google Werbefläche an, die Google an die Nutzer von Google Adwords weitervermietet. Dabei erfolgt die Auswahl der Anzeigen über ein automatisiertes Bieterverfahren. Die Werbung ist kontextsensitiv – Google Adsense analysiert den Inhalt Ihres Blogs und schaltet nur solche Werbung, die zum Inhalt passt.

Finger weg von Google Adsense!
Für ein Business Blog ist die Schaltung von Adsense-Anzeigen in der Regel nachteilig. Weshalb?

  1. Auf Ihrem Business Blog werden Anzeigen unmittelbarer Wettbewerber geschaltet. Das können Sie zwar durch Sperrfilter teilweise unterdrücken, die Pflege der Blacklists ist aber enorm aufwändig.
  2. Adsense ist ein Pay-per-Click-Verfahren. Die pro Click gezahlten Beträge schwanken stark, je nach Branche, Anzahl der Bieter, Tageszeit, Position der Anzeige auf der Website usw. Für Adsense-Nutzer sind die von Google angebotenen Statistiken kaum transparent.
  3. Die Click-Through-Raten liegen bei Adsense im Bereich von 1 bis 2%, selbst wenn Sie die lukrativsten Positionen auf dem Blog (im Header, im oberen Bereich der Sidebar und am Übergang von Blogposting zu Kommentar) vermarkten. Dadurch erreichen Sie selbst nach langer Optimierung in den meisten Branchen höchstens Einnahmen von 2 bis 3 Euro auf 1000 Seitenaufrufen (PI). Viele Adsense-Nutzer liegen beim CPM (Cost per Mille – Einnahmen auf 1000 PIs) unter einem Euro.
  4. Das Adsense-Verfahren ist betrugsanfällig. Google bekommt es seit Jahren nicht in den Griff, „gutartige“ Klicks von manipulativem „Klickbetrug“ zu trennen. Jeder boshafte Nutzer (auch Ihr Wettbewerber) kann Sie durch wildes Klicken auf die Adsense-Anzeigen auf Ihrem Blog aus dem „Geschäft“ klicken. Google unterstellt dann Ihnen – nicht Ihrer Konkurrenz – dass Sie manipulieren wollten, um illegale Adsense-Einnahmen zu erlangen.
  5. Ihr Adsense-Konto wird danach in der Regel für immer gesperrt. Sie können zwar über ein Webformular Einspruch einlegen, hören aber meist nie wieder etwas von Google, selbst wenn Sie sich zu jeglicher Kooperation zur Aufklärung der „betrügerischen Manipulationen“ bereit erklären.
  6. Google unterschlägt bei dieser Sperrung ebenfalls alle bisher aufgelaufenen Einnahmen. Da die Auszahlungsgrenze bei 100$ (rund 70€) liegt, sind es durchschnittlich 35€, die Google bei jedem Rauswurf „verdient“. Ein einträgliches Geschäft, wenn man bedenkt, dass Google weltweit so verfährt und täglich Tausende kleine Blogger und andere Publisher vor die Tür setzt.

Kritik auch an Google Adwords
Das Verfahren von Google Adsense ist durch ein ständiges Mißtrauen zwischen dem Vermittler der Werbeleistung (Google) und den Leistungserbringern (Ihnen als Betreiber der Website bzw. des Business Blogs) gekennzeichnet. Im schlimmsten Fall werden Sie als Lieferant kriminalisiert, indem Google Ihnen Betrug unterstellt. Es sind genug andere da, die Ihnen nachfolgen möchten. Insofern hat Google keinen Mangel an neuen „Adsense-Partnern“.

Die Adsense-Praxis hat Auswirkungen auf Google Adwords, die Einnahmeseite von Google. Als zahlender Google Adwords-Kunde muss man sich darüber im Klaren sein, dass man hier in ein System mit einem grundlegenden Systemfehler einzahlt: die Manipulationsmöglichkeit durch jeden beteiligten Nutzer und durch Google selbst. Als Adwords-Kunde zahlen Sie an Google auch für Leistungen, für die Google seinen eigentlichen Leistungserbringern (den Adsense Publishern) den Lohn vorenthält. Alles also eine Frage der Ethik: Wenn Sie als Konsument fair gehandelte Waren bevorzugen, sollten Sie als Werbetreibender einmal in Ruhe drüber nachdenken, ob Sie Ihre Online-Werbebudgets weiter zu Google Adwords tragen.

workshop-inbound-marketingDie Alternative? Werben Sie direkt auf Websites und Blogs, die über Ihre Dienstleistungen, Ihre Produkte und Ihre Branche berichten! Ein 125×125-Banner, das Sie für 100 Euro auf einem gut frequentierten Fachblog Ihrer Branche plazieren, wird Ihnen mehr Leads oder Onlineverkäufe bringen, als 100 Euro, die Sie in Adwords investieren. Denken Sie immer daran: Der Erfolg von Onlinewerbung ist in Euro und Cent messbar, man muss es nur ausprobieren. Aber bitte fair.

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29 Kommentare

  1. Gute Zusammenfassung der eigentlich alles aussagt was es zu sagen gibt.

    Leider begreifen viele nicht das die mit AdSense für dumm verkauft werden bei Google. Der Publisher macht die Arbeit und Google kassiert mindestens 30% der möglichen Einnahmen.

  2. Die Alternative für Adwords hört sich logisch vielversprechend an, aber gibt es denn wirkliche Alternativen zu Adsense?

  3. a) sollte ein Business Blog ja das eigene Business fördern und nicht schon das Bussiness SEIN (so zumindest meine These 😉 )

    b) Wen man genug Besucher hat, dass Adsense was bringt, kann man auch passende Werbung ‚so‘ vermarkten. Robert Basic hatte auf Adsense verzichtet.

    Ein Gegenargument gegen Adsense ist z.B. auch, dass man manchmal ziemlich dubiose Anzeigen da liest. Wenn man selbst einen Markt besser kennt, sieht man auch manchmal, dass es gerade die schwarzen Schafe sind, die man auch in Adsense-Einblendungen findet. (was NICHT heißt, dass alle, die via Adwords werben schwarze Schafe seien 😉 )

    Will man wirklich seine Leser auf Seiten von Leuten schicken, die sie dann abzocken? Mit Diätmitteln, Druckkostenzuschussbeteiligungen o.ä.

    Wohl kaum.

  4. Hallo,
    guter Beitrag, über den ich auch mal nachdenken sollte. Wenn man mit einem Blog anfängt hat man mit Google-Adsense die kleinste Hürde als mit anderen „Verdienstmöglichkeiten“. Bei Linklift (ein direkter Konkurrent von Google) kommt man gar nicht rein, wenn man nicht vorher mit seinem Blog eine gewisse Verlinkung vorweisen kann.
    Nicht viele haben auch die kontextsenstive Funktionen. Da kann man dann einen Banner oder Texte schalten (Affilinet, Adbutler usw…) muss dann aber immer wieder selber Hand anlegen um Abwechsulng rein zu bekommen. Bei Zanox kann man wenigstens einen Adserver einbinden, der rotierende Banner anbietet aber hier sind dann die Kategorien nicht kontextsensitv abgestimmt.
    Ich denke ein „sowohl als auch“ ist besser ein „entweder oder“.

  5. Pingback: links for 2009-04-24 « Where is my towel?

  6. Pingback: Google Adsense nicht für Corporate Blogs | Web 2.0 Beratung Dr. Barbara Niedner

  7. Mhhh … vielleicht sollte man den Titel von „99 Blog Tipps“ in „99 Tipps für Business Blogs umbenennen“ denn eine allgemeine Regel für Blogs gibt es nicht und die Empfehlung schwankt von Blog zu Blog. Für Business Blogs hingegen sind die Punkte recht treffend.

    Für große Seiten/Blogs kann es allerdings eine gute Restplatzvermarktung darstellen, die ohne großen Aufwand Geld in die Kassen spült. Mit Aufwand kann man dies aber optimieren. Klar verdient man bei TKP/CPM Kampagnen besser, aber wer ist schon in dier glücklichen Lage das für sich zu behaupten.

  8. Dass es um Businessblogs geht ist ja durch den Titel des Blogs wahrscheinlich hinlänglich eingegrenzt. 😉

  9. War mir beim ersten Lesen nicht klar … ich lese hat keine Blog Titel 😉

  10. @Sven: Mit diesem Posting will ich vor allem auf die strukturelle Schwäche von Adsense und anderen PPC-Modellen hinweisen. Ich bin ein Google-Fan, nutze Gmail, Analytics, Feedburner, Google-Reader, usw. Darüber hinaus zeige ich in meinen Seminaren, wie man Adwords und Adsense nutzt. Letzteres kann ich nun leider nicht mehr tun. Also, eigentlich bin ich ein „Markenbotschafter“ für Google – da schmerzt es schon, wenn man von Google Adsense vor die Tür gesetzt wird, weil irgend ein Idiot wie blöd auf der Werbung rumgeklickt hat. Und das geht täglich hunderten ehrlicher Websitebetreiber so. Von Google gibt es auf einen ausführlich begründeten Einspruch keine Antwort, auch das bestätigen mir andere Adsense-Publisher. Hinzu kommt die Unterschlagung aller aufgelaufenen Einnahmen. Selbst wenn das nach den AGBs von Google so vorgesehen sein mag, bleibt das Vorgehen von Google doch hochgradig fragwürdig und würde m.E. keiner gerichtlichen Prüfung standhalten. Doch wer zieht schon wegen durchschnittlich 35€ vor Gericht? Die Masse machts: Bei 1.000 gecancelten Publishern ist das immer ein schönes Auto oder ein kleines Jahresgehalt.

    Meine Serie „99 Blog Tipps“ wird sicher in den nächsten 97 Folgen auch für den Privatblogger was zu bieten haben, so hoffe ich zumindest 😉

  11. @Karl-Heinz:

    Teile die Kritik nicht und empfinde sie als stark (!) übertrieben.

    Ich nutze AdSense in meinem H.Blog schon seit Jahren und bin rundum zufrieden. Die Erträge machen mich zwar nicht reich. Speziell zu Beginn hatten die Erlöse eher „homöopathischen Charakter“. Jetzt decken sie jedoch ein Vielfaches (!) der Hostingkosten ab.

    zu 1.: Wettbewerb – ist für mich nicht relevant, da H.Blog ein Hobby … und kein Business ist.

    zu 2.: das Problem Intransparenz sehe ich ähnlich. Solange ich jedoch keine Alternative habe, sind die monatlichen AdSense-Erträge für mich OK. AdSense steht hier im Wettbewerb mit alternativen Werbeformen und Angebot und Nachfrage entscheiden … aus meiner Sicht bisher ganz klar für Google.

    zu 3.: Click-Through-Raten hin oder her. Solange ich keine Alternative habe, sind die monatlichen AdSense-Erträge für mich OK. Probleme mit relativ niedrigen Click-Through-Raten haben doch wohl fast alle Anzeigen-Schalter, oder?

    zu 4.: Wildes Anzeigen-Klicken ist – wenn überhaupt – ein Problem von AdWords und nicht von AdSense. Welche Quelle belegt, dass Google dieses Problem nicht in Griff bekommt. Ist das eine Vermutung und gibt es dafür solide Belege?

    Nach meinem Kenntnisstand nutzt Google eine ganz simple Lösung: Wird eine Anzeige in Bruchteilen von Sekunden … und abweichend vom typischen Klick-Profil … häufig geklickt, so wird die Abrechnung automatisch gestoppt.

    Als AdWords-Kunde hatt ich dieses Problem selbst einmal. Speziell eine Anzeige wurde temporär massenhaft und wahrscheinlich mit böser Absicht wild angeklickt. Bei meiner Reklamation und Untersuchung des Protokolls kam heraus, dass ich in meiner Statistik zwar die „wilden Klicks“ sehen konnte, diese jedoch nicht abgerechnet wurden.

    zu 5.: Gibt es belastbare Quellen, welche die angeblich so vielen gesperrten Konten dokumentieren. Ich nutze AdSense seit Jahren und wurde bisher nicht gesperrt.

    zu 6.: Da ich von Google nie gesperrt wurde, konnte Google auch nichts unterschlagen.

    Fazit:

    Es gibt einen Kritikpunkt – die fehlende Transparenz – den ich gut nachvollziehen kann. Ich muss als AdSense-Partner Google vertrauen … kann die Abrechnung jedoch weder überprüfen noch nachvollziehen. Diese Kritik ist aus meiner Sicht berechtigt.

    Die Mehrzahl der anderen Punkte empfinde ich jedoch als spekulativ und ziemlich übertrieben. Insbesondere reibe ich mich daran, dass hier Behauptungen aufgestellt werden, ohne sie durch Quellen zu belegen.

  12. @Claus Fritzsche:

    zum Thema „übertriebene Kritik“: Alles so erlebt, weshalb sollte ich übertreiben? Ich hatte mit einem anderen Blog rund 50 € Einnahmen monatlich. Nach Abzug der Steuern blieben davon rund 35 € übrig. Das ist sonst mein Honorar für eine Viertelstunde Arbeit. Darum geht es nicht, sondern darum, dass Google mir einen Teil meiner Arbeitsgrundlage entzieht. Nun kann ich leider in meinen Seminaren zu Adsense nur noch alte Screenshots zeigen.

    zu Punkt 5. Du musst nur mal nach „Google Adsense Rauswurf“ suchen – das Netz ist voll von diesen Berichten.

    Heute, rund zwei Wochen nach der Sperrung des Adsensekontos schickt mir Google einen 50 € – Gutschein für Adwords, überschrieben mit „Wichtige Mitteilung für Adsense-Kunden“ und unterschrieben von Sandra Fründt, Head of Business Marketing bei Google. Ich glaube, die merken es garnicht, wie schäbig sie bei Google mit ihren Partnern umgehen. Grundloser Rausschmiss, keine Reaktion auf einen ausführlichen Einspruch und noch Hohn und Spott hinterher.

    Beste Grüße
    Karl-Heinz

  13. Hallo Karl-Heinz,

    Deine Schilderung klingt in vielen Aspekten glaubwürdig, überhaupt keine Frage.

    Was ich moniere sind diverse pauschalisierende Urteile und Verallgemeinerungen einer einzelnen Erfahrung. Nur weil Du von GoogleAdSense gesperrt wurdest, muss dies nicht tausenden von Bloggern auch passieren.

    Habe gerade einmal nach „Google Adsense Rauswurf“ (exakte Suche mit „“) gesucht und genau sieben Treffer bekommen. Bei Suche nach „AdSense Rauswurf“ sind es 493 Treffer. Will ich hier Personen finden, die willkürlich von Google gefeuert wurden, dann muss ich schon intensiv suchen.

    User „macluhan“ ist so ein Fall im Jahre 2005. Wenn ich spekuliere und bei 493 Treffern 5% Treffer annehme, dann sind das 25 Fälle.

    Liege ich richtig, dann ist das extrem wenig. Liege ich falsch, dann würden mich Fakten und belastbare Zahlen (statt gefühlter Interpolation des eigenen Falls) interessieren.

    Ein Rauswurf bei GoogleAdSense muss auch nicht in 100% aller Fälle willkürlich und unfair sein. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass es unter tausenden von Publishern zwangsläufig einige Schlauberger geben muss, die ihre eigenen Anzeigen zwecks Geldvermehrung anklicken. Google muss hier rigide sein, weil es sonst die Glaubwürdigkeit des AdWords-Verfahrens gefährden würde.

    Deine den 50-Euro-Gutschein betreffende Kritik teile ich. Habe ich auch bekommen und als Zumutung empfunden. Dahinter steckt jedoch ein Grundsatzproblem des B2C-Dialogmarketings. Direktwerber tun sich schwer damit, hinter ihren Datenbeständen echte Menschen zu sehen. Stattdessen sehen Sie oftmals nur Datenbanken, aus denen sie mittels Massenbombardierung Geld herauspressen wollen. Im Zeitalter des Web 2.0 ist das hochgradig gefährlich.

    Dieses Problem betrifft jedoch viele Direktwerber und ist meiner Meinung nach kein Google-Problem. Die Umfragen der FAZ, welche ausschließlich der Akquise dienen und im Müll landen, gehören in die gleiche Kategorie.

    In meinem H.Blog nutze ich GoogleAdSense übrigens, weil ich vermute, dass sich dies SEO-technisch nicht gerade negativ auswirkt, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Wenn bei alternativen Seiten alle anderen Parameter identisch bewertet werden, dann – so vermute ich – wird Google im Zweifelsfall eine Seite mit Werbung einer Seite ohne Werbung vorziehen.

    Das ist eine Spekulation. Google müsste meiner Meinung nach jedoch dumm sein, wenn es diese Chance nicht nutzt.

    Mein Fazit:
    Auch wenn die Welt nicht perfekt ist, so bleibe ich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile überzeugter Google-Fan … und (trotz Dissens in dieser Sache) zufriedener und regelmäßiger Leser Deines Blogs!

    Beste Grüße 😉

    Claus

  14. @Claus: Das mit den Pauschalierungen stimmt und ist sicher meinem totalen Frust über diese unwürdige Behandlung zu verdanken. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden auch nur um einen Cent betrogen, auch Google nicht, und muss mir wegen irgendeines Spaßvogels oder blödsinnigen Herumklickers Betrug unterstellen lassen.

    Wenn deine Hochrechnung (eigentlich Tiefrechnung) stimmt, und ich nur einer unter ganz wenigen Betroffenen sein sollte, dann frage ich, warum Google (in Person von Frau Sandra Fründt oder wer immer zuständig sein mag) es nicht nötig hat, auf persönliche E-Mails und insbesondere auf den ausführlichen Einspruch über das Supportformular zu reagieren? Da sitzt man eine halbe Stunde lang, trägt alles, was man über sich selbst, seine Firma etc. weiss, ausführlich ein und es passiert – nichts.

    In meinem Seminar „Kommunikation im Web 2.0“ (wieder am 22. und 23. Juni 2009 in Frankfurt am Main) werde ich dieses Google-Adsense-Beispiel als DAS Negativ-Beispiel analysieren.

    Ich frage hier mal in die Runde: Hat schon jemals einer von Ihnen von Google Adsense eine Antwort auf einen Einspruch bekommen? Sie versprechen ja, sich nach spätestens 48 Stunden zu melden…

  15. „Hat schon jemals einer von Ihnen von Google Adsense eine Antwort auf einen Einspruch bekommen? Sie versprechen ja, sich nach spätestens 48 Stunden zu melden…“

    … das ist eine gute Frage!

  16. Ja, nur das man das folgende Schweigen sicher beliebig interpretieren kann 🙂 Aber warten wir es ab…

  17. Nun, ich nutze adsense schon seit enigen Jahren. Allerdigs mit mäßigem erfolg, was ggf., daran liegt, dass ich meien pages nicht daraufhin optimiere.

    Jedenfalls hatte ich nie Probleme, misste keinen Einspruch erheben und habe daher auch keine Antwort gekriegt.

    Und gard liegt wieder mal ein 50 EUR-Gutscherin vor mit für adwords und ich frage ich, was ich damit machen soll. (Dazu ein guter artikel, das wär mal was, gern auch Hinweis auf vergangenes, passendes… ;))

  18. Hallo, Liebe Grüße.

    Bin grad auf diesen Artikel gestoßen und möchte mal kurz ein paar Einwände geben.

    1. Halte ich den Artikel überhaupt nicht für übertrieben, wie ein Vorredner hier meinte, sondern würde noch viel weiter gehen. Ich teile mit ein paar anderen Webseiten Betreibern die Erfahrung dass man genau zu der 100$ Grenze gekündigt wird, und nicht ein Tag vorher. Somit hat Googel optimal bis zur letzten Sekunde mit der Kündigung gewartet bevor der Kunde bezüglich seiner Einnahmen nachfragt. Inwiefern das im Interesse der Adwords Kunden ist, möchte ich stark bezweifeln.

    2. Sind die Geschäftsbedingungen alles andere als akzeptabel und erinnern mich stark an deutsche Mobilfunk AGB! Gerade in solch einem Fall findet man absolut fragwürdige Rechtseinräumungen von Seitens Google die einem in heder HInsicht die Hände binden um dagegen Vorzugehen.

    3. Davon abgesehen dass die Google Anzeigen extrem billig und hässlich aussehen sind sie oben drein noch zu 50% mit Image schädigender Werbung überfüllt.

    und 4. Ja hier sind gleich mehrere die nach Googel Einspruch nichts mehr von Google gehört haben.

    Lieben Gruß

  19. Hm, also ich hab jetzt schon mehr als ein halbes Dutzend mal 100$ kassiert. Aber ich blogge auch nur und mach kein SEO‘ oder irgendwelche Spielchen. (Was nix andeuten soll ,) )

    These: Wenn 1 Million Leute Adsense einbindet und 1 promille davon was falsch amcht und gekündigt wird, dürten imerhin eiige davon ’nahe an den 100$ sein‘, wie auch immer man das definiert (60, 80, 90, 95, 98.50?)

    Aber natürlich ist Google „in echt“ böse und startet demnächst die Invasion des Mars 😉 wer da wohnt wissen wir ja 😉

  20. Ich schließe mich OliverG an!

    Bekomme regelmäßig mehr als 100$ und wurde bisher noch nicht gekündigt.

    Kritik mag im Einzelfall angebracht sein, sollte jedoch auch im Einzelfall sorgfältig geprüft und belegt werden.

    Pauschalisierungen empfinde ich als irreführend und unfair.

  21. nun ich finde dass deine Andeutung bezüglich Sachlichkeit (Mars etc…) eher in deinem Kommentar angewandt werden kann. Denn es ist hier zu differenzieren: Dargestellt werden die Angriffe auf Googles Praktiken als unsachliche Hetze und werden mit profilaktischen Angriffen wie sie oft zu hören sind in einen Topf geschmissen. Selbst können jene Gegendarsteller aber wenig faktisches darüber hinaus beitragen außer die Bemerkung es sei alles übertrieben.

    Von den fragwürdigen Motivation zu solchen relativierenden Kommentaren bezüglich angreifender Darstellungen eines Weltkonzerns die sich in ihrer Argumentation fehlender Sachlichkeit selbst mit wenig Fakten rümen können mal ganz abgesehen.

    Die Fakten bleiben:
    1. Quelle: bitte lese die AGB von Google und versetze DIch in den Fall du hast eine der dort geschilderten Situationen
    2. Quelle: dein Verstand. Adsense mit themenbezogerner Werbung. … so und so viel Cent pro Klick …??!?!?
    3. DIe dutzenden unzufriedenen Adsense Kunden die ich im Netz finden kann. Im Übrigen ist das obige Suchwort Spielchen albern weil es verschiedener Wortvarianten bedürfte um alle zu finden die sich darüber auslassen.

    Für mich bleibt der Fakt bestehen! Hände weg von Google Adsense!!!!

  22. Ich verstehe beide Seiten – sowohl Kritik als auch Lob. Ich nutze seit vielen Jahren selbst Adsense (selbstverständlich nicht für meine offiziellen Firmenwebsites, sondern nur für reine Internetprojekte, da ich dort grundsätzlich keine fremde Werbung integriere).
    Für mein Firmenwebsites, auf denen ich selbst die eigenen Leistungen anbiete, würde mir nie in den Sinn kommen Adsense einzubinden. Da kann ich den Beitrag voll und ganz unterstreichen – man kann zwar die Konkurrenzwerbung ausschalten, aber das wäre sehr aufwändig, vor Allem in einer so hart umkämpften Branche wie Webdesign & SEO sehr zeitraubend, so dass sich Adsense letztendlich nicht mehr rentieren würde.

    Mir wurden die Beträge bisher bei allen anderen Projekten auch immer brav und pünktlich ausbezahlt. Also kann ich in Sachen „Google wartet bis kurz vor der 100-Euro-Grenze“ die Meinung nicht ganz teilen.

    Womit ich die Meinung allerdings teilen kann ist, dass Google einem solchen Einspruch im Falle eines fremdes Missbrauchs mit Ziel der Schädigung des Mitbewerbers unbedingt nachgehen sollte. In Sachen Service werden zwar viele Formulare angeboten, allerdings bekommt man als normaler User selten eine Antwort bzw. meist standardisierte Antwortmails. Da sollte sich m.E. schon einiges tun.

    Im Großen und Ganzen bleibt Adsense – trotz einiger Zwischenfälle, die man nicht immer alle vermeiden kann – für viele Website-Betreiber eine sehr gute Einnahmequelle und ich sehe momentan keine starke Konkurrenz, die mit dem Partnerprogramm von Google mithalten kann.
    Bei Affiliate-Systemen ist es auch nicht anders, da werden manchmal einfach Provisionen storniert obwohl die Aufträge garantiert drin waren und auch nicht storniert wurden. Man muss diese Welt eben manchmal nicht verstehen, sondern nur darin klar kommen – entweder man macht bei Affiliate / Adsense mit oder nicht. Rentieren tut es sich im Erfolgsfall allerdings gut meiner Meinung nach.

    „Transparenz bei Klickpreise“: Als Webmaster vieler Websites wäre ich natürlich auch einer der ersten, die sich über solche Veröffentlichungen der Klickpreise freuen würde. Allerdings gibt es dennoch Wege, annähernd Infos zu den ungefähren Preisen zu erhalten, wenn man sich zB. zu Adwords anmeldet und ein wenig herumsucht. Ebenfalls kann man meist ähnliche Preise in anderen Diensten wie Overture sehen (habe leider im Moment keinen Link parat, da nicht im Büro).

    Aus Sicht von Google verstehe ich es aber auch irgendwie, weshalb keine Klickpreise „einfach so“ veröffentlicht werden.

  23. Habe bisher gar nicht über die negativen Themen im Bezug auf Google Adsense nachgedacht. Nachdem ich auf meiner Webseite nichts verkaufe, sondern nur Gutscheine für Onlineshops anbiete, habe ich zumindest das Konkurrenzproblem nicht.

    Aber das Problem der möglichen Sperrung kann mir natürlich trotzdem bieten. Vielen Dank für den Tipp

  24. Es gibt mittlerweile genügend Alternativen zu AdSense, z. B. Contaxe und diverse andere Anbieter. Die Klickpreise sind hier zwar meist etwas geringer, dafür sind die Konfigurationsmöglichkeiten um einiges besser und man muss auf kontextsensitive Werbung nicht zwangsläufig verzichten. Und je mehr Menschen diese alternativen Möglichkeiten einsetzen, desto größer wird der Druck auf Google, mit seinen „Publishern“ etwas umsichtiger umzugehen.

  25. Ich darf Euch das gerne bestätigen – man fliegt einfach aus dem AdSense Programm heraus. Rückfrage, Widerspruch – nichts hilft. Belanglose automatisierte Antwort. Und es gibt nie wieder einen Weg zurück.

    Ich habe mehr als 500 EUR verloren oder besser – nicht gewonnen -, weil ich auf Google vertraut hatte und mich nicht vorher informiert hatte. Für mich wäre es eine gute Einnahmequelle gewesen, die Kosten für das Bereitstellen der Projektseite meiner Open Source Anwendung wieder einzuspielen. Nun gut – jetzt vermarkte ich eben direkt an andere windige Gestalten, die aber für den PageRank zahlen.

    Und wie bereits beschrieben – auch ich bekomme permanent Einladungen, mich doch für AdSense anzumelden.

  26. Da es heutzutage keine gute Alternative zu Google Adsense gibt, bringt aus meiner Sicht auch nichts Adsense zu kritisieren. Mein Account wurde auch vor paar Monaten gesperrt. Ich habe dann immer nach Alternativen gesucht, aber nichts gebracht. Es gibt zurzeit kein anderer Anbieter, der so gut zahlt wie Adsense. Nur eBay-Relevance Ad kann man vielleicht als Alternative nehmen.

  27. Hallo

    Also Punkt 4 solltest du noch einmal besser recherchieren.

    Gruß Daniel

  28. @Daniel:

    Wieso? Hat sich da etwa seit Erscheinen dieses Artikels vor bald zwei Jahren etwas zum Positiven geändert?

  29. Die alternativen von Adsense existieren leider nicht. Alle anderen Systeme sind – berechnet man den Zeitaufwand den man zum einstellen braucht – einfach nichts Wert. Bsp: Contaxe: Ist absolut nicht in der Lage den Inhalt eines Textes zu erfassen, wahllos werden irgendwelche Begriffe verlinkt. Haben den Müll wieder ausgeschaltet.
    P.S. Obwohl ich mich zu 100% an alle Adsense Regeln halte, habe ich große Angst, dass die mich aus Zufall irgendwann rauswerfen.