Blog-Trainer

WordPress-Seminare seit 2006

WordPress als CMS nutzen

| 15.295 mal gelesen |

Um es gleich vorwegzunehmen: WordPress lässt sich hervorragend als Content Management System (CMS) nutzen. Was macht eigentlich ein CMS aus? Beim CMS-Papst Ulrich Kampffmeyer habe ich mal gelesen (habe leider die Fundstelle verbummelt):

  1. Erstellung von Content – direkt oder durch Anbindung weiterer Programme
  2. Verwaltung von Content – das „Content Management“ im engeren Sinne
  3. Bereitstellung von Content – Präsentation und Verteilung
  4. Kontrolle von Content – Rechte und Versionierung
  5. Individualisierung von Content – Personalisierung und Sichten („Views“)


WordPress Seminare

Typische Anforderungen an ein (Web) CMS sind:

  • Trennung von Inhalt und Präsentation
  • Rollenkonzept (Autoren, Herausgeber, Admin,…)
  • Rechteverwaltung
  • Workflow-Abbildung (Entwurf, Freigabeverfahren,…)
  • Nachrichten (Alerts) an Verantwortliche bei Änderungen
  • Nachhalten von Versionen des Contents
  • Automatische Archivierung von Inhalten
  • Gemeinsame Verwaltung von Texten und Multimedia-Objekten in einer Datenbank

Können wir überall einen Haken ran machen, oder? Seit mit WordPress 2.6 auch die Versionierung da ist, fehlt nichts mehr, um diesen Anforderungen zu genügen.

Dennoch gibt es für den Webdesigner und Webworker schon in der Planung jede Menge zu beachten, wenn er WordPress als CMS ausreizen will. Und es gibt natürlich Situationen, wo ein Joomla oder Drupal besser zur Aufgabe des Kunden passt.

Unter dem Titel “Was man beachten muss, wenn man WordPress als CMS benutzt” hat Thord Daniel Hedengren die wichtigsten Punkte zusammengestellt. via Matt.

workshop-wordpress-bloggingWer hat WordPress bereits als CMS für ein Projekt eingesetzt, das überhaupt nicht mehr nach Blog aussieht?
Welche Erfahrungen gab es dabei? Wie haben die Kunden das Backend angenommen? Wurden besondere Anpassungen am Backend gemacht? Ich bin gespannt auf die Antworten!

Das könnte Sie auch interessieren:

Autor: Karl-Heinz Wenzlaff

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Ich freue mich sehr auf Ihren Kommentar! Natürlich sollten Sie dabei Ihren bürgerlichen Namen und am besten eine E-Mail-Adresse mit Gravatar verwenden. Vielen Dank!

15 Kommentare

  1. Was noch nicht so recht bei WordPress funktioniert, ist das Rollenkonzept und die Rechteverwaltung. Beispielsweise ist es nicht möglich, jemanden die Möglichkeit zu geben, Bilder hochzuladen, und gleichzeitig verhindern, dass er nicht selbst publiziert.

  2. Möchte meine Website zukünftig auch über WordPress als CMS nutzen. Dabei möchte ich aber den bisherigen Blog von der Website trennen. Würdest du das auch empfehlen?

  3. Gibt es noch eine andere Möglichkeit individuelle Seitennavigationen für Hauptmenüpunkte zu erstellen, außer verschiedene Templates zu nutzen? Gibt es Plugins dafür?

  4. Zahlreiche. Wozu aber Plugins? In der Regel dafür zu kompliziert.

    P.S. Was meinst du mit “Templates”? Meinst du vielleicht Themes? Templates heissen die einzelnen php-Dateien, aus denen die WordPress-Themes gebaut sind. Die Seitennavigation befindet sich bei vielen Themes in der header.php, einer Template-Datei mit Auslagerungsfunktion für den Header. Bei anderen Themes wird ein Sidebar-Widget für die Seitennavigation genutzt. Ich benutze hier beides, habe also zwei Seitennavigationen.

  5. Für Freunde der Familie habe ich bereits einige Websiten mit WordPress erstellen dürfen. Davon bin ich sehr Begeistert. Die Einschränkungen der Nutzerrechte sind für mich derzeit so voll in Ordnung, wer aber individuell Rechte vergeben möchte, muss noch etwas “Nachprogrammieren”.
    Verwundert bin ich seit geraumer Zeit darüber, warum bei 95% der Themes die Navigation auf der rechten Seite angeordnet ist.

  6. @Martin,
    das mit der Navigation rechts – scheint aus dem Ammi-Land übergeschwappt zu sein. Dort haben sogar Onlineshops diese komische Navigation. Einen Vorteil bietet diese jedoch: Steige ich nicht per Startseite ein, sondern per indexierter Website bei Google, habe ich im Fokus des Auges den eigentlich zu präsentierenden Inhalt. Startet man von der Homepage finde ich die Navigation links besser. Tatsächlich sollte man dies per Eye-Tracking oder Heatmap messen und entsprechend auswerten.

    @all
    Auch wir sind gespannt über WordPress als CMS-Infos. Bisher wurde hier noch nicht so viel erwähnt

  7. @Shoptrainer: Rechtshändige Navigation ist für 90% aller Menschen einfach ergonomischer. Die anderen sind Linkshänder. Dass man zu Bill Gates’ Zeiten links navigierte, hat nur mit den damals noch kleinen Monitoren zu tun. Eine rechte Navigation wäre damals einfach mal rechts rausgerutscht.

    Zum Thema “WordPress als CMS”: WordPress IST ein vollwertiges CMS, das muß mal klargestellt werden. Siehe auch obige Definition. Selbst wenn man unter einem CMS nur versteht, dass man eine Nicht-Blog-Website oder komplexe Website damit verwalten möchte, kommt man mit WordPress und den richtigen Plugins schnell ans Ziel.

  8. Hallo Herr Wenzlaff,
    vielen Dank für den interessanten Input. Spielen Sie dabei auf “WPML” an – oder welche Plugins empfehlen Sie hierfür?

  9. @ST: Das Plugin WPML ist für mehrsprachige Blogs sicher nützlich, aber für die meisten Anwendungen unnötig.

    Ich möchte die Frage hier einmal umdrehen:
    Was fehlt Ihnen an WordPress, was Sie von einem CMS (genauer: WCMS – Web Content Management System) erwarten? Vielleicht haben wir ja völlig unterschiedliche Vorstellungen, was ein “CMS” ist?

  10. Wie steht es mit WordPress und einem Seitenbaum mit bis zu 3. Ebenen in 2 verschiedenen Menüs. Also Hauptnavi oben beispielsweise und 2.3. Ebene links. Nur so als Frage. da ich gerade überlege eine größere Site mittels WordPress komplett zu bauen.
    Es geht mir um die großartige Content-kontrolle für den Redakteur im Nachhinein.

  11. Hallo Sven,

    schau dir dazu die Möglichkeiten des Template-Tags wp_list_pages an, das du dazu verwendest. Mit den Parametern depth und child_of sollte man das hinkriegen. http://codex.wordpress.org/Template_Tags/wp_list_pages
    Es gibt auch Plugins für erweiterte Page-Navigationen, die das können sollten, z.B.

    Gruss, Karl-Heinz

  12. Hallo Herr Wenzlaff,
    vielen Dank für Ihre Aufklärungsarbeit. Mittlerweile fehlt uns gar nichts mehr. WordPress ist auch als CMS stark. Viele Grüße vom Team ShopTrainer.de

  13. @ShopTrainer: Glückwunsch, das freut mich sehr!

  14. Wir führen in unserem Verein auch gerade eine Diskussion darüber ob die neue Seite mit WordPress oder besser mit Drupal gebaut werden soll. Ich persönlich habe bei einer Umsetzung mit WordPress doch einige Bedenken. Vielleicht kann mir ja jemand helfen diese zu zerstreuen oder zu begründen?

    Nach meinem Kenntnisstand (und ich kenne mich mit WordPress nur begrenz aus) sind Feature wie ein komplexer Terminkalender hier nicht machbar. Oder gibt es Plugins mit den zB im oberen Bereich der Mittelspalte automatisch immer die kommenden Veranstaltungen dargestellt werden können? Sowas ist doch mit WP nur schwer machbar und hässlich umsetzbar? Oder gibt es inzwischen Möglickeiten es so zu gestalten das Terminkalender die zentrale Anwendung sind (wir sind ein Sportverein mit 20 Abteilungen und täglich zahlreichen Veranstaltungen;)

  15. Da gibt es zahlreiche passende Plugins. Einfach mal im Pluginverzeichnis schmökern. Ich benutze wp-events und habe das auch schon bei Vereinen im Einsatz gesehen.

    Wo du die Ausgabe des Plugins platziert, hängt von deinem Theme ab. Man könnte z.B. ein Theme verwenden, das eine obere Sidebar hat, also zwischen Header und neuestem Posting.