In Deutschland gibt es nur wenige Small Business Blogs, die sich ausschließlich mit Klavieren oder Orgeln beschäftigen. Das Blog des Pianohaus Wenzlaff dient in erster Linie dem Verkauf einiger ausgewählter Klaviere und Flügel.
Drei Blogs über den Orgelbau stechen heraus: das Orgel-Blog, das Orgel-Romantik-Blog und das EF-Walcker-Blog. Alle drei werden betrieben von Gerhard Mayer-Walcker, einem Orgelbauer aus dem Saarland, der damit dem Schaffen seiner Familie ein Denkmal im Internet setzt.
Beim Blick auf die verschiedenen Domains und Blog-Domains fällt auf, dass nicht systematisch versucht wird, die Vorteile der Corporate Blogs zu nutzen. www.walckerorgel.de zum Beispiel hat einen Seitwert von 23.18, die Unterdomain blog.walckerorgel.de nur einen Seitwert von 11.53. Die statischen Seiten auf der Hauptdomain sind relativ unübersichtlich und beinhalten ein Gemisch von privaten und beruflichen Themen. Das Blog ist nicht deutlich verlinkt. Das ist eigentlich schade, denn das auf dem Blog verwendete WordPress kann sehr gut auch statische Seiten anzeigen und ordnen.
Ebenso ist es bei den anderen Seiten von Herrn Walcker: www.aeoline.de (Seitwert 13.32) und orgelromantik.aeoline.de (8.80), www.ef-walcker.de (Seitwert 14.05) und blog.ef-walcker.de (Seitwert 5.90). Die Blogs tragen wenig dazu bei, dass die Hauptseiten stärker verlinkt und gefunden werden. Hinzu kommen einige technische Probleme auf den statischen Seiten, die dazu führen, dass die Inhalte bei den Suchmaschinen nicht gefunden werden. Damit allerdings führt die viele Arbeit, die Herr Walcker in die Blogs und in die Seiten steckt, nicht zu den gewünschten Ergebnissen.
Sinnvoll wäre es, alle Seiten in eine Hauptdomain zu integrieren, zum Beispiel www.walckerorgel.de. Mit redirects könnte man bisherige Backlinks auf neue Permalinks umleiten. In der Hauptdomain kann man die diversen Blogs, privaten Nachrichten, Themen und Linksammlungen Kategorien zuordnen und die alten Domains jeweils auf eine Unterkategorie verlinken. Weiterhin wäre es gut, die bisherigen Blogfeeds zu bündeln. Damit der Leser die Themen nicht durcheinander bekommt, müsste das neue Blog-Layout klar die verschiedenen Kategorien trennen. Für einen Webdesigner mit WordPress-Kenntnissen kein Problem.
Das Potenzial sieht man darin, dass das oben erwähnte Pianohaus-Blog bei weit weniger Content einen Seitwert von 20.42 hat – und das nur durch die Integration von Blog und statischen Seiten mittels des WordPress-CMS.
28. Juli 2008 um 20:14 Uhr
Ist das Pianohaus Wenzlaff irgendwie mit dem Blogtrainer verwandt? Die Namensgleichheit (und optische Ähnlichkeit der Blogs) fallen mir irgendwie auf, was aber keine Schmälerung der Leistung sein soll…
28. Juli 2008 um 23:18 Uhr
Hallo Matthias, stimmt, wir sind eine bloggende Familie. Der Klavierbauer (Oliver) ist einer meiner drei Brüder, der Autor dieses Artikels (Karsten) ist eines meiner drei Kinder und derzeit Student in
OxfordCambridge. Auch die anderen beiden Kinder bloggen, die Brüder sowieso.Beste Grüße
Karl-Heinz
28. Juli 2008 um 23:24 Uhr
Cambridge
28. Juli 2008 um 23:36 Uhr
@Karsten: Done
1. August 2008 um 10:53 Uhr
Ist es denn ein Nachteil, wenn man für das Blog eine Subdomain verwendet (Bspw. blog.domain.de)?
1. August 2008 um 12:53 Uhr
Ich glaube, Google differenziert den Pagerank von Subdomains und Hauptdomains. Während Links auf die Subdomain auch der Hauptdomain zu Gute kommen, gilt das nicht anders herum (sonst hätte ja jedes Blog unter wordpress.com einen fantastischen Pagerank). Wenn man also viele Links auf die Hauptdomain hat, profitiert davon nicht unbedingt das Blog. Kann aber auch sein, dass ich mich irre, Karl-Heinz, was meinst Du?
1. August 2008 um 19:14 Uhr
Hallo Steffen, es ist generell KEIN Nachteil, sein Blog als Subdomain zu betreiben, weder aus Gründen der Reputation, der Wartbarkeit (da ist es eher ein Vorteil), noch aus SEO-Gründen. Aus Suchmaschinensicht ist die Subdomain natürlich eine andere Baustelle als die Hauptdomain, aber gerade deshalb kommen auch Links aus dem Blog deiner “normalen” Website auf der Hauptdomain zugute. Bei Trafficvergleichen wie Alexa und GoogleTrends zählt die Domain inklusive Subdomain, da ist es also schnuppe, aber da haben wir ja alle noch einiges zu tun, um den Bagatellbereich zu verlassen
Also keine Angst, Blog auf Subdomain der eigenen Domain ist okay.
1. August 2008 um 19:16 Uhr
Danke! Wünsche noch ein schönes WE!
1. August 2008 um 21:46 Uhr
Karl-Heinz hat da mehr Erfahrung. Ich hatte mich nur gewundert, warum der Seitwert der Blog-Subdomains immer geringer war als die Hauptdomain. Woran liegt das?