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Corporate Blogs nutzen – zwei aktuelle Diskurse

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Robert Basic hat gestern ein mitreißendes Plädoyer für Corporate Blogs geschrieben. Robert macht die Notwendigkeit des richtigen Corporate Bloggings am Beispiel scheiternder Startups deutlich. Unbedingt lesenwert. Die Analogie zu mangelhafter Onlinekommunikation bestehender Unternehmen (mit „schönen“ Websites, die keiner liest) springt einem bei jeder zweiten Zeile von Robert ins Auge.

Dominik Schneider und Tobias Tanner haben im Rahmen einer Lizentiatsarbeit an der Uni Fribourg ihre quantitative Studie über die Rezipienten von Corporate Blogs nach soziodemographischem Profil, Nutzungsverhalten, Meinungsführerschaft und Nutzungsmotiven fertiggestellt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse gibt es auf Dominiks Sinnmacherblog, hier auch mit 32-seitiger Slideshow. Bemerkenswert das Fazit zur Glaubwürdigkeit von Corporate Blogs:

Für die Zuschreibung von Glaubwürdigkeit eines Corporate Blog sind in erster Linie der Inhalt sowie die Quellentransparenz ausschlaggebend. Abgesehen davon sind es vor allem die formalen Aspekte, die aus Sicht der Rezipienten für die Glaubwürdigkeit eines Corporate Blogs wichtig sind. Eine offene Kommentarfunktion ist unerlässlich für einen glaubwürdigen Corporate Blog, weil sogar jene Rezipienten, die diese nur selten benutzen, eine offene Kommentarfunktion erwarten. Solange die inhaltlichen und formalen Aspekte erfüllt sind, ist der Autor für die Glaubwürdigkeitszuschreibung aus Sicht der Rezipienten nur nebensächlich. Trotzdem machen mehrere Autoren einen Corporate Blog glaubwürdiger, weil durch mehre Autoren auch eine breitere Themenvielfalt erreicht wird. Im Grossen und Ganzen hat sich gezeigt, dass seitens der Rezipienten die Anforderungen an Corporate Blogs von denjenigen an herkömmliche Weblogs nur wenig abweichen. So bleibt ein Corporate Blog von der Charakteristik her ein Weblog. Ein glaubwürdiger Corporate Blog zeichnet sich vor allen durch die Beachtung der Regeln von herkömmlichem Weblogs aus. Dies bedeutet, dass die Regeln der Blogosphäre grösstenteils auch in der Corporate Blogosphäre gelten.

Das erklärt ganz gut, warum unter den Corporate Blogs (häufig nachlässig gepflegte) CEO-Blogs nicht gehen, authentische Mitarbeiterblogs mit Bezug zu den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens aber brummen. Für bloggende Einzelunternehmer, deren Blogs ich dann auch lieber „Businessblogs“ nenne, hängt alles von der Person des Machers ab. Dennoch sollte sich gerade dieser Roberts Posting ausdrucken, rahmen und ins Büro hängen.

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Ein Kommentar

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