Blogger-Steuer in Italien geplant
Geschrieben von Karl-Heinz Wenzlaff in Netzkultur, 538 mal gelesenBeppe Grillo ist der bekannteste Blogger Italiens. Was er am vergangenen Freitag in seinem Blog unter der Headline “The Levi-Prodi law and the end of the Internet” schrieb, klingt wie ein schlechter Scherz: Danach hat die italienische Regierung bereits am 12. Oktober einen Gesetzentwurf verabschiedet, nach dem sich Blogger künftig amtlich registrieren lassen müssen, eine Verlagsgesellschaft gründen und sich durch einen angemeldeten Journalisten als Direktor vertreten lassen müssen. Blogger sollen in jedem Fall eine Steuer zahlen, auch wenn sie weder die Absicht haben, mit ihrem Blog Geld zu verdienen, noch es tatsächlich tun. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass dieser Entwurf das Parlament passiert, sind die Kommentare heftig. Grillo selbst hat angekündigt, mit seinem Server gegebenenfalls in ein demokratisches Land unzuziehen.







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Das klingt schon krass, ist aber sicher nicht so gemeint. Ich verstehe, dass die Steuerbehörden ein Interesse daran haben, an den paar im Blog verdienten Euros beteiligt zu werden und sie sich kaum im Stande sehen, diese kleinen Summen einzeln zu verfolgen. Aber eine zentrale Registrierung ist doch völlig daneben. Die sollten sich was besseres ausdenken…